Dr. Oliver Tissot: Alte Wege verlassen, um Neues zu finden!

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Christoph Kolumbus ist nach Westen gesegelt, um Osten zu erreichen. Eine mutige Entscheidung, vor allem in einer Zeit, als man damit rechnen musste, bei diesem Unterfangen auf halber Strecke über den Rand der Erdplatte in die Dunkelheit zu stürzen.

Das Ergebnis seiner Reise ist den meisten Menschen wahrscheinlich hinreichend bekannt: Am 13. Oktober 1492 landete er mit seiner Expedition auf einer der Bahamas Inseln.

Kolumbus brauchte für seine Reise eine Idee, viel Mut und Überzeugungskraft. Was hat das nun mit Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting zu tun?

Ganz einfach: Innovationskraft, Kreativität und neue Ideen tragen deutlich zur Steigerung der Aufmerksamkeit bei, können die Arbeitgeberattraktivität erhöhen und helfen entscheidend Ziele zu erreichen. Dr. Oliver Tissot ist Kreativitätsprofi. Er spricht nicht von einem abstrakten Wortgebilde, weil Kreativität und Innovation die Grundlage für seine Seminare, seine Wortakrobatik und seine Auftritte als einer der erfolgreichsten Sprecher Deutschlands sind. Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang.

  • 1994 1. Platz HSMA-Marketing-Preis
  • 1997 New York Festival Silver Worldmedal
  • 1997 Goldene Pyramide, ITVA-Festival
  • 1998 Gold-Medaille World Fest Award
  • 1998 Gold-Medaille Flagstaff Int. Film Festival
  • 1998 Master of Excellence (Gold) Corp. Video & TV-Festival
  • 2002 Art Directors Club Deutschland, Ausz.
  • 2004 Deutscher Preis Kommunikationsdesign
  • 2008 Top 100 Exzellent Speaker
  • 2010 Best of Semigator Seminarreferent

2009 schloß Oliver Tissot seine Promotion zum Thema ""Humor als Humanfaktor zur Erreichung von Unternehmenszielen" ab und zeigt in weiteren Seminaren zum Beispiel die wirkungsvollsten Methoden im Führungsverhalten.

Beim Personalmarketingkongress 2012 zeigt er in seinem Vortrag und seinem Workshop, das Innovationsfähigkeit und Kreativtät nichts Mystisches und auch keineswegs nur Genies oder Exentrikern vorbehalten sind sondern ganz gezielt für die Erreichung von Zielen eingesetzt werden können.

In seinem Interview gibt er einen kurzen Ausblick auf den 15. März.

1. Kann man Kreativität wirklich lernen? Ich dachte das liegt einem im Blut und in großen Agenturen gibt es Kreativlinge, die auch wirkliche Innovationen schaffen??

Wir waren einmal alle kreativ - als Kinder. Da waren wir richtig schöpferisch! Kaum konnten wir als Dreikäsehoch einen Stift halten, schöpften wir aus dem Vollen. Und unsere Eltern schöpften Verdacht. Dass die Kunstwerke nicht nur im Malblock landen werden, sondern auch mal auf Teppich, Tapete, Couch und Co.

Und so wurden auch Mama und Papa kreativ: Sie trieben uns die Kreativität mit der Zeit aus und haben unsere Fantasie auf ein für sie erträgliches Normalmaß zurechtgestutzt.

Während man sich dann später im Beruf über Existenzielles und Essentielles den Kopf zerbricht, ist das Ursprünglichste aus dem Blickfeld geraten: Das forsche Vorgehen mit frecher Freiheit und viel Fantasie. Man muss es also nicht neu lernen, sondern reaktivieren!

2. Gerade im Personalmarketing vermisst man noch gelegentllch die Kreativität. Stellenanzeigen zum Beispiel sind oft ein richtig trockenes Thema. Darf man so ernste Angelegenheiten wie den neuen Job denn überhaupt mit einer großen Portion Kreativität angehen?

Es macht sich doch die Erkenntnis breit, dass das postindustrielle Zeitalter andere Werte braucht als es zum Aufbau einer Industrienation bedarf. Nicht Fleiß und Anstrengung, sondern Flexibilität und Kreativität sind nun gefragt. Enthusiasmus, Empathie und Risikobereitschaft statt der Befolgung simpler Arbeitsanweisungen sind in einer Dienstleistungsgesellschaft die wichtigeren Erfolgsrezepte.

Das Humankapital eines Unternehmens ist somit einer der entscheidenden Faktoren für anhaltenden Erfolg. Viele Unternehmen klagen aber darüber, dass ihre Mitarbeiter zu wenig motiviert sind! Laut einer Gallup-Studie haben gerade einmal 12 Prozent aller Deutschen Spaß an ihrem Job, 70 Prozent tun nur das Nötigste und 18% haben innerlich bereits gekündigt. Forschungen haben andererseits bewiesen: Je wohler sich ein Mitarbeiter im Unternehmen fühlt, je mehr Freude er hat, desto leistungsfähiger ist er.

Mehr denn je suchen Mitarbeiter nach Identifikationspotenzialen. Sie möchten stolz auf Ihr Unternehmen sein, - dann identifizieren sie sich auch mit ihrer Arbeit. Attraktivität heißt nichts anderes als Anziehungskraft. Und Kreativität hat eine sehr hohe Anziehungskraft. Sonst hätte Kunst nicht so einen hohen Stellenwert in allen Kulturen und Gesellschaften.

3. Ohne zu viel aus Deinem Workshop jetzt schon zu verraten, hast Du vielleicht einen ganz exklusiven Tipp für den Weg zu mehr Kreativität und Innovation?

Wenn Menschen unbeschwert lachen, entfalten Sie oft ein größeres Spektrum an Problemlösungsstrategien, weil plötzlich neue Sinnbereiche erlaubt und Analogien möglich sind. Die durch das Lachen verursachte Ausschüttung an Glückshormonen ist zudem der Grund, weshalb wir uns rundum wohl fühlen.

Dieser Wohlfühleffekt kann genutzt werden, um nicht nur individuelle Spannungen zu lösen, sondern kreative Prozesse zielgerichtet zu beschleunigen. Lachforscher haben nachgewiesen, dass biochemische Abläufe während des Lachens die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin im Körper stoppen. Stattdessen werden körpereigene Morphine, die Glückshormone, produziert.

Lachen stimuliert und stärkt. Dabei wirkt sich schon ein Lächeln positiv auf die Hirnaktivität aus, und auf Kollegen, die man am Gang trifft, erst recht. Lachen ist also der preiswerteste Katalysator für Ihre Kreativität!

Lieber Oliver, vielen Dank für das Interview. Ich freue mich schon auf Deinen spannenden Vortrag und den Kreativitätsworkshop auf dem Personalmarketingkongress am 15. März.

Wer jetzt schon mehr über Oliver Tissot wissen will, der klickt am besten hier!

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